Sehenswürdigkeit · Antike · Trier
Die Porta Nigra in Trier
Die Porta Nigra in Trier ist eines der eindrucksvollsten Überbleibsel der Antike in Deutschland und das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Das historische Snippet der alten Domain ordnete sie ausdrücklich in den Block antiker Bauwerke ein und nannte sie eines der berühmtesten Beispiele dieser Epoche – eine Einordnung, die sachlich vollkommen zutreffend ist.
Geschichte
Trier war in römischer Zeit als Augusta Treverorum eine der bedeutendsten Städte des Römischen Reiches nördlich der Alpen, zeitweise sogar Kaiserresidenz. Die Porta Nigra wurde ab etwa 170 n. Chr. errichtet, blieb jedoch nie vollständig fertiggestellt – die Klammern zur Verbindung der Sandsteinblöcke wurden nie vergossen, was heute noch sichtbar ist.
Im Mittelalter diente das Tor als Kirche und wurde teilweise umgebaut. Napoleon ordnete 1804 die Entfernung der kirchlichen Einbauten an und ließ das Tor in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Seit 1986 gehört die Porta Nigra gemeinsam mit weiteren römischen Denkmälern in Trier zum UNESCO-Welterbe.
Architektur
Der dunkle Grauton des verwitterten Sandsteins gab dem Bauwerk seinen Namen: Porta Nigra bedeutet „Schwarzes Tor". Das vierstöckige Bauwerk ist 36 Meter breit, 21 Meter tief und bis zu 30 Meter hoch. Zwei große Torbögen für den Durchfahrtsverkehr, flankiert von Halbturmen mit Rundbogenarkaden, prägen das Erscheinungsbild. Die Sandsteinquader sind ohne Mörtel versetzt – gehalten allein durch eiserne Klammern und ihr eigenes Gewicht.
Besuch
Die Porta Nigra ist täglich geöffnet und für Besichtigungen zugänglich. Vom oberen Stockwerk bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die Trierer Innenstadt und zum Trierer Dom. Das Rheinische Landesmuseum Trier, die Kaiserthermen und die Konstantinsbasilika sind bequem zu Fuß erreichbar.
- Täglich geöffnet, kostenpflichtiger Eintritt
- Audioguide in mehreren Sprachen verfügbar
- Anreise per Bahn bis Trier Hauptbahnhof, dann zu Fuß (ca. 10 Min.)
- Teil des Welterbe-Rundgangs durch das römische Trier
Auf einen Blick
In der Umgebung
Trier besitzt eine außergewöhnliche Dichte an römischen Monumenten: Die Kaiserthermen, die Barbarathermen, die Konstantinsbasilika, der Trierer Dom und das Amphitheater lassen sich alle in einem Tagesausflug erkunden. Weiter entlang der Mosel warten Weinberge, Burgen und das romantische Moseltal. Mehr zur Region: Rheinland & Mosel.