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Sehenswürdigkeit · Antike · Trier

Die Porta Nigra in Trier

Trier, Rheinland-Pfalz Erbaut ca. 170 n. Chr. UNESCO-Welterbe seit 1986

Die Porta Nigra in Trier ist eines der eindrucksvollsten Überbleibsel der Antike in Deutschland und das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Das historische Snippet der alten Domain ordnete sie ausdrücklich in den Block antiker Bauwerke ein und nannte sie eines der berühmtesten Beispiele dieser Epoche – eine Einordnung, die sachlich vollkommen zutreffend ist.

Geschichte

Trier war in römischer Zeit als Augusta Treverorum eine der bedeutendsten Städte des Römischen Reiches nördlich der Alpen, zeitweise sogar Kaiserresidenz. Die Porta Nigra wurde ab etwa 170 n. Chr. errichtet, blieb jedoch nie vollständig fertiggestellt – die Klammern zur Verbindung der Sandsteinblöcke wurden nie vergossen, was heute noch sichtbar ist.

Im Mittelalter diente das Tor als Kirche und wurde teilweise umgebaut. Napoleon ordnete 1804 die Entfernung der kirchlichen Einbauten an und ließ das Tor in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Seit 1986 gehört die Porta Nigra gemeinsam mit weiteren römischen Denkmälern in Trier zum UNESCO-Welterbe.

Architektur

Der dunkle Grauton des verwitterten Sandsteins gab dem Bauwerk seinen Namen: Porta Nigra bedeutet „Schwarzes Tor". Das vierstöckige Bauwerk ist 36 Meter breit, 21 Meter tief und bis zu 30 Meter hoch. Zwei große Torbögen für den Durchfahrtsverkehr, flankiert von Halbturmen mit Rundbogenarkaden, prägen das Erscheinungsbild. Die Sandsteinquader sind ohne Mörtel versetzt – gehalten allein durch eiserne Klammern und ihr eigenes Gewicht.

Besuch

Die Porta Nigra ist täglich geöffnet und für Besichtigungen zugänglich. Vom oberen Stockwerk bietet sich ein eindrucksvoller Blick über die Trierer Innenstadt und zum Trierer Dom. Das Rheinische Landesmuseum Trier, die Kaiserthermen und die Konstantinsbasilika sind bequem zu Fuß erreichbar.

Auf einen Blick

Ort
Trier, Rheinland-Pfalz
Erbaut
ca. 170 n. Chr. (unvollendet)
Material
Roter Sandstein (heute grau verwittert)
Abmessungen
36 m breit · 21 m tief · 30 m hoch
UNESCO-Welterbe
seit 1986
Besonderheit
Besterhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen

In der Umgebung

Trier besitzt eine außergewöhnliche Dichte an römischen Monumenten: Die Kaiserthermen, die Barbarathermen, die Konstantinsbasilika, der Trierer Dom und das Amphitheater lassen sich alle in einem Tagesausflug erkunden. Weiter entlang der Mosel warten Weinberge, Burgen und das romantische Moseltal. Mehr zur Region: Rheinland & Mosel.