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Die Dresdner Frauenkirche
Die Dresdner Frauenkirche ist ein Bauwerk, das weit über Dresden hinaus als Symbol gelesen wird. Als barocker Monumentalbau am Neumarkt ist sie Wahrzeichen, Erinnerungsträger und touristischer Magnet zugleich – ein Stück Kulturgeschichte, das Zerstörung, Ruine, Wiederaufbau und Versöhnung in Stein erzählt.
Geschichte
Der berühmte Kuppelbau entstand im frühen 18. Jahrhundert nach Plänen des Dresdner Baumeisters George Bähr und wurde 1743 fertiggestellt. Jahrzehntelang prägte er die Dresdner Silhouette als eines der bedeutendsten protestantischen Kirchengebäude Europas. Im Februar 1945 wurde die Frauenkirche durch Bombenangriffe und den darauf folgenden Brand zerstört; zwei Tage nach dem Angriff brach die geschwächte Sandsteinkuppel in sich zusammen. Die Ruine blieb jahrzehntelang als Mahnmal im Zentrum der Stadt stehen.
Erst in den 1990er Jahren begann das große Wiederaufbauprojekt, getragen von internationalen Spendengeldern und dem gesellschaftlichen Wunsch nach Aussöhnung. 2005 wurde die Frauenkirche wieder eingeweiht und von offiziellen Dresdner Quellen als Symbol für Toleranz, Frieden und Versöhnung beschrieben.
Architektur
Der charakteristische Kuppelbau aus Elbsandstein erhebt sich 91 Meter über den Neumarkt. Besonders erkennbar sind die dunklen Originalsteine, die beim Wiederaufbau bewusst in die hellen neuen Sandsteinquader integriert wurden – ein sichtbares Zeichen der Geschichte. Das Innere beeindruckt durch seine ovale Grundform, die umlaufenden Emporen und den zentralen Altar von Johann Christian Feige.
„Die Frauenkirche ist nicht nur ein schönes Bauwerk. Sie erzählt von Zerstörung, Ruine, Spendenbereitschaft und Versöhnung – und genau deshalb berührt sie so viele Menschen."
Besuch
Die Frauenkirche ist täglich für Besichtigungen und Gottesdienste geöffnet. Eine Besteigung der Kuppel ermöglicht einen der schönsten Panoramablicke über die Dresdner Altstadt und das Elbtal. Führungen und Konzerte finden regelmäßig statt.
- Eintritt für das Kircheninnere frei, Kuppelbesteigung kostenpflichtig
- Regelmäßige Orgelkonzerte und Gottesdienste
- Anreise per S-Bahn oder Straßenbahn bis Altmarkt/Pirnaischer Platz
- Kombinierbar mit Besuch des Dresdner Zwingers und der Semperoper
Auf einen Blick
In der Umgebung
Der Neumarkt liegt im Herzen der Dresdner Altstadt und ist umgeben von weiteren bedeutenden Bauwerken: der Semperoper, dem Zwinger, der Hofkirche und dem Residenzschloss. Die Elbpromenade lädt zu Spaziergängen mit Blick auf die einmalige Stadtsilhouette ein. Mehr zur Region gibt es unter Sachsen.